Chronik

Von den Anfängen bis 1936
Der älteste schriftliche Nachweis über Lengdorfs Feuerwehrwesen ist im „renovierten“ Grundsteuerkataster der Ortsgemeinde zu finden. Hier lesen wir von einem Feuerlöschrequisitenhaus, das im Jahr 1854 von der Gemeinde Lengdorf neu erbaut wurde. Dies bestätigt auch eine Notiz der Distriktschulinspektion vom Januar 1855, in der es heißt, dass die Gemeinde kürzlich für eine Feuerspritze 400 Gulden und für ein Feuerhaus 200 Gulden an Auslagen gehabt hat. Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Lengdorf erfolgte am 22. August 1875. Die Aufgabe des 1. Vorstandes übernahm Cooperator Jakob Feistl und zum ersten Hauptmann wurde der Schreinermeister und Krämer Sebastian Gribl gewählt. Die neue Feuerwehr zählte bei ihrem Entstehen schon über 80 Mitglieder. Die Pflichtfeuerwehr war deshalb noch nicht aus ihrem Dienst entlassen, sondern sie wurde dem Kommando der Freiwilligen Feuerwehr unterstellt. Dies führte anfänglich zu kleineren Reibereien, was durchaus verständlich ist. Jährlich waren Quartalsübungen abzuleisten und darüber dem Bezirksamt Erding Bericht zu erstatten. Aus dem Jahr 1879 ist überliefert, dass in der Freiwilligen Feuerwehr 8 Chargirte (= Inhaber einer führenden Funktion), 13 Steiger, 44 Spritzenmänner und 18 Ordnungsmänner Dienst leisteten. Von den 76 Spritzenmännern der Pflichtfeuerwehr nahmen an dieser Übung 68 teil, die 16 Ordnungsmänner waren alle erschienen. Die Vorschriften für die Pflichtfeuerwehr waren durchaus streng. Fernbleiben ohne triftigen Grund konnte mit einer Strafe bis zu 60 Mark oder sogar mit Haft bis zu 14 Tagen geahndet werden.
Um 1880 trugen sich die Lengdorfer mit dem Gedanken, ein neues Feuerlöschrequisitenhaus zu bauen. Davon nahm man aber wieder Abstand. Statt dessen sollte ein Raum im Armenhaus hergerichtet werden. 1881 beschloss der Gemeinderat Lengdorf, 13 Tafeln aus Holz mit der Aufschrift „Feuerreiterdienst“ und für die alte Löschmaschine einen Sauger anzuschaffen.
1884 ging man daran, den ersten großen Kauf zu tätigen. Es war eine vierrädrige Saug- und Druckspritze auf einem „solid gebauten, gehörig beschlagenen Wagen mit eisernen Achsen, Laternen, Schlauchhaspel und Bremse versehen“, die 200 l Wasser pro Minute auf eine Entfernung von 27 m werfen konnte. Dazu gehörten 30 m Hanfschläuche mit Messinggewinden. Die Spritze kostete 1200,- Mark und mit Schreiben vom 12. Oktober 1884 erlaubte sich das „gehorsamst unterfertige Commando“ der Freiwilligen Feuerwehr Lengdorf die ergebenste Bitte an das Königliche Bezirksamt Erding zu stellen, den Kauf dieser Sprizte gütigst mit 100.- Mark aus Distriktsmitteln unterstützen zu wollen. Die Lengdorfer Wehr gab sich „mit Versprechen treuester Pflichterfüllung und edelster Hingabe“ der Hoffnung hin, dass die Bitte erfüllt werde. Das Gesuch aber wurde abgelehnt mit der Begründung, die Anschaffung der Löschmaschine sei Aufgabe der politischen Gemeinde und die Feuerwehr habe versäumt, den Bedarf rechtzeitig anzumelden. Kommandant Gribl stellte gleichzeitig an die Königliche Brandversicherung in München den Antrag auf Zuschuss für weitere 60m Hanfschläuche, was auch genehmigt wurde. Zu vermerken ist, dass jedes Mitglied einen monatlichen Beitrag von 20 Pfenningen zur Anschaffung von Geräten beisteuerte.
1907 schlug Kommandant Matthias Huber aus Graß vor, die Feuerwehr in zwei Kompanien aufzuteilen und zwar in „rechts und links der Isen“. Der Gastwirt Martin Altmann aus Außerbittlbach wollte dafür einen Raum zur Verfügung stellen. Der Gemeinderat hatte der Teilung bereits zugestimmt, doch schließlich scheiterte das Vorhaben an den finanziellen Mitteln für die Ausstattung. Zudem war aus Kopfsburg auch schon der Wunsch nach einem eigenen Feuerwehrstützpunkt zu hören gewesen. Das hätte die Mittel der kleinen Landgemeinde vollends überfordert.
1913 zählte die Freiwillige Feuerwehr 121 aktive Mitglieder. Die Pflichtfeuerwehr bestand aus 30 Mann. Die Feuerspritze wurde zu dieser Zeit noch von Pferden gezogen, die die Bauern zur Verfügung stellen mussten. Aus der Verbandsstatistik 1926 geht hervor, dass von den 120 aktiven Feuerwehrmännern 30 selbständige Landwirte waren, 40 landw. Gehilfen, 15 selbständige Gewerbetreibende, 18 Handwerksgehilfen, 9 aus Handwerk und Ökonomie, 3 Fabrikarbeiter und 5 Tagearbeiter. Ferner ist aus dieser Statistik zu ersehen, dass der Getreideaufzug des Land- und Gastwirtes Menzinger zum Trocknen der Schläuche benützt wurde. 1930 forderte die Landesbrandinspektion, dringend ein neues Feuerwehrgerätehaus zu errichten und die Ausstattung zu ergänzen, damit der erforderlichen Löschtätigkeit Rechnung getragen werden könne. Daraufhin kaufte die Gemeinde 1931 eine Flader Kleinmotorspritze mit 18 PS und einer Wasserlieferung von 600 l/Min. bei 60 m Förderhöhe und 900l bei freiem Auslauf zum Preis von 4220,--RM. Wann die alte Pflichtfeuerwehr endgültig aus dem offiziellen Dienst entlassen wurde, kann nicht gesagt werden. Fest steht aber, dass 1934 der Gemeinderat erneut die Bildung einer Pflichtfeuerwehr beschloss. Dahin waren alle diejenigen Pflichtigen zu überweisen, die den Anordnungen der Freiwilligen Feuerwehr nicht nachkommen wollten. Im selben Jahr wurde Josef Deißenböck vom Bayer. Landesfeuerwehrverband in München zum Ortskommandanten (auch Wehrführer genannt) bestimmt. Die Feuerwehren Bayerns waren ab 1. März 1936 als Polizeipioniertrupp anerkannt. „Diese Anerkennung bedingt aber auch vermehrte Pflichterfüllung und ganz besonders Unterordnung und Ausführung weiterer gegebener Befehle“, so heißt es in einer Mitteilung vom 9. April 1936 des Besirksbrandinspekteurs. Mit Verfügung des Bezirksamtes Erding vom 3. März 1936 erfolgte die Anerkennung der Freiwilligen Feuerwehr Lengdorf als öffentliche Feuerwehr und sie unterstand von nun an der Ortspolizeibehörde. Die ordentliche Uniformierung der Wehr war mit allen Mitteln zu fördern. Es war unübersehbar, der nahende Krieg warf seine Schatten voraus

Die Kriegsjahre
Für die Zeit der Kriegsjahre sind nur sehr spärliche Aufzeichnungen vorhanden. Das bedeutet aber nicht, dass es keine aktive Feuerwehr gab. Gerade in diesen Zeiten war die Brandbekämpfung von besonderer Wichtigkeit. Über die Verhältnisse während der NS-Zeit gibt vor allem der behördliche Schriftverkehr Aufschluss. Den Anordnungen der neuen Machthaber war unbedingt Folge zu leisten. Die Feuerwehren hatten den Status einer technischen Hilfspolizeitruppe der Gemeinden und sie waren dementsprechend zu behandeln und auszurüsten. In erster Linie waren die Bürgermeister für die Schlagkraft der Feuerwehr verantwortlich und sie konnten bei Versagen zur Rechenschaft gezogen werden (Schreiben des Staatsministeriums des Innern vom 14. August 1941). Pro Jahr waren mindestens 24 Übungen durchzuführen. Verfehlungen waren dem Kreisführer zu melden. Die Führer der Wehr, wie die Kommandanten damals hießen, waren verpflichtet, wöchentlich die Motorspritze auf Betriebssicherheit zu überprüfen. Die Gemeinde musste den Benzinvorrat für einen zwölfstündigen Betrieb bereit halten. Die Benutzbarkeit der Löschteiche war zu gewährleisten. Kontrollen übergeordneter Stellen waren jederzeit möglich. 1940 waren Joseph Deißenböck als Obertruppführer und Mathias Maurer, sowie Max Menth als Truppführer eingeteilt. Laut einem Löschhilfsplan musste der Privatautobesitzer Menth die Motorspritze befördern. 1942 gab es 27 Feuerwehrmänner. Einige Male musste die Lengdorfer Feuerwehr zu Lösch- und Aufräumdiensten nach Luftangriffen in die Landeshauptstadt München ausrücken.

Der Neubeginn
Die Situation nach Kriegsende war mehr als schlecht. Viele Vereinskameraden waren gefallen, die Ausrüstung fast ruiniert und doch war der Wunsch nach einem Neuanfang zu spüren. Endlich konnte man wieder eigene Entscheidungen treffen und seine Kraft für die Heimatgemeinde einsetzen. Seit Oktober 1945 gab es wieder einen Kreisbrandinspektor für den Landkreis Erding. Bei diesem waren Inventarlisten vorzulegen und von der Amerikanischen Militärregierung war 1946 eine Personalerhebung gefordert worden.
In Lengdorf wurde 1947 eine notdürftige Feuerwehrgruppe zusammengestellt unter dem Kommando von Josef Pointner, der vom 13. bis 18. Oktober 1947 in der Landesfeuerwehrschule in Regensburg einen Kommandantenlehrgang absolviert hatte. Am 19. September 1948 trafen sich die Männer beim Lehnerwirt und sie formulierten drei Forderungen an die Gemeinde, die ihnen für`s Erste am wichtigsten erschienen:
1. Errichtung einer öffentlichen Alarmanlage (die Alarmierung war bislang mittels Trompete oder Kirchenglocken erfolgt).
2. Erbauung eines Schlauchturmes (die Schläuche mussten in verschiedenen Scheunen getrocknet werden) und
3. Anstellung eines Gerätewartes.
Am 5. Dezember 1948 fand die erste Wahl der Vorstandschaft statt, aus der Josef Pointner als Kommandant und 1. Vorstand, sowie Valentin Ernst als 2. Vorstand hervorgingen. Mit gleichzeitig unterfertigter Satzung war der Neubeginn geschafft. Mit Eifer und mit Hilfe der Gemeinde gingen die Männer daran, ihre Feuerwehr wieder aufzubauen, die Leistung zu steigern und die Ausstattung kontinuierlich zu verbessern. 1949 wurde die erste Alarmsirene auf dem Beamtenhaus installiert und Jakob Neumeier als Gerätewart eingesetzt. Schon Ende 1949 setzte man sich das Ziel, eine Vereinsfahne zu kaufen.
Durch Tatendrang und Unternehmergeist, sowie mit großer finanzieller Unterstützung der Bevölkerung konnte dies schon bald verwirklicht werden.

image_3_1.jpegFahnenweihe 1950

Die Fahnenweihe am 25. Juni 1950 wurde zu einem großen Festtag für die ganze Gemeinde. Stolz zogen die Lengdorfer Wehrmänner mit ihrer Fahne in die Pfarrkirche ein, wo die Weihe stattfand. Zur Seite stand der Patenverein aus Walpertskirchen.
1952 wurde eine Magirus-Tragkraftspritze TS 8/8 mit 28 PS angeschafft. Ab 1953 fand im Geräteraum (westl. Raum im Haus der heutigen Arztpraxis) auch theoretischer Unterricht statt. 1956 konnte der erste Schlauchturm am Waschhaus des späteren Gemeindewohnhauses errichtet werden. Bauern hatten dafür Holz spendiert und die ansässige Zimmerei Kern unentgeltlich mitgeholfen. Zu dieser Zeit verfügte die Freiwillige Feuerwehr Lengdorf bereits über einen guten Ausbildungsstand und so verlief eine große Alarmübung am 13. Oktober 1957 im Rahmen der Feuerschutzwochen zur vollsten Zufriedenheit aller. Eine wesentliche Verbesserung bei der Brandbekämpfung schaffte die Gemeinde 1961 durch den Einbau von mehreren Hydranten im Ort Lengdorf und durch Instandsetzung von Löschweihern in den einzelnen Ortsteilen.
1964 entstand in Gemeinschaftsarbeit ein neues Gerätehaus mit Schlauchwaschanlage und Trockenturm und als besonderer Erfolg wurde die Beschaffung eines modernen Löschgruppenfahrzeugs mit Automatik Feuerlöschkreiselpumpe FP 8/8 und einer Automatik Tragkraftspritze TS 8/8 angesehen, das Bürgermeister Josef Wurmsam im Rahmen der Einweihungsfeuer an die aktiven Feuerwehrmänner übergab.

image_4_1.jpegDie Mannschaft bei der Fahrzeug- und Gerätehausweihe 1964

1980 feierte ganz Lengdorf das 100jährige Gründungsfest verbunden mit der Weihe einer neuen Fahne unter Vorstand Anton Gugetzer und Kommandant Herbert Bauer.
Der Kauf eines neuen Fahrzeuges LF 8 auf einem Unimog-Fahrgestell mit Bachert Aufbau im Jahr 1982 unter Bürgermeister Josef Fellermeier war ein weiterer Fortschritt. Das Fahrzeug stellte neue Anforderungen an die Männer. Zum ersten Mal hatten sie mit Atemschutz und der Beladung der technischen Hilfeleistung zu tun. 1993 kamen Rettungsspreizer und Rettungsschere dazu. Es kostete zusätzliche Übungsstunden, um sich mit der neuen Technik vertraut zu machen.

image_4_2.jpegBild: LF 8 von 1982

Ein gebrauchtes Fahrzeug der Bereitschaftspolizei München, das Bürgermeister Siegfried Rübensaal vermittelt hatte, wurde zum ersten Mannschaftsbus. Viele fleißige Hände verwandelten es in das erste Mehrzweckfahrzeug für die Feuerwehr. So musste ab 1990 niemand mehr mit dem eigenen Auto zur Einsatzstelle fahren.

image_5_1.jpeg1990 gebrauchtes MZF

Anfang der 1990er Jahre entschied man sich, das Gerätehaus zu vergrößern, da es den Anforderungen nicht mehr genügte. Der Kostenvoranschlag für die gesamte Maßnahme lautete auf über 400.000,-- DM. Durch 2500 freiwillige Arbeitsstunden der Feuerwehrmänner und die tatkräftige Unterstützung von Gemeine und Bürgern konnte 1993 der Erweiterungsbau mit Umkleide- und Schulungsraum, Werkstatt und Küche zu einem wesentlich günstigeren Betrag fertiggestellt werden. Für den Umbau wurden keine staatlichen Mittel in Anspruch genommen. Mit Freude übergab Bürgermeister Rübensaal in einer Feierstunde den Neubau offiziell an den Kommandanten Herbert Bauer. Im April 1994 informierten sich Hunderte von Besuchern über die verschiedenen Einsatzbereiche der Feuerwehr und die Männer stellten in Schauübungen ihr Können unter Beweis.

image_5_2.jpeg1994 Eröffnung Neubau

image_6_2.jpegSchauübung

Seit 1997 leisten auch wieder Frauen bei der Freiwilligen Feuerwehr Lengdorf aktiven Dienst. In diesem Jahr begann man auch mit der Einführung von Meldeempfängern für die Feuerwehr, nachdem es mit den bestehenden Sirenen immer wieder Probleme gegeben hat.
Mit den wachsenden Aufgaben für die Feuerwehr und der gegebenen Fahrzeugausstattung kam man bei Gesprächen mit der Gemeinde zum Entschluss ein neues wasserführendes Löschfahrzeug zu beschaffen. Im Mai 1998 war es soweit, unter Leitung von Kommandant Engelbert Schatz wurde ein neues LF 16/12 mit Stromaggregat, pneumatischem Lichtmast, Rettungsgeräten, vier Atemschutzgeräten, Greifzug und Hebekissen bei der Firma Schlingmann abgeholt und in Dienst gestellt. Das bisherige Löschfahrzeug wechselte zur Freiwilligen Feuerwehr nach Matzbach, wo es heute noch seinen Dienst leistet.

image_6_1.jpeg1998 Löschgruppenfahrzeug LF 16/12,

image_7_1.jpegEinweihung LF 16/12 im Mai 1998

2001 ging die 20-jährige Amtszeit des 1. Vorstandes Anton Gugetzer zu Ende und Günter Peschke wurde zu seinem Nachfolger in das Amt gewählt.
Ab November 2003 stand zusätzlich ein neues Mehrzweckfahrzeug MZF 11/1 mit Anhänger zur Verfügung, das als Transportauto für die Mannschaft und gleichzeitig mittels modernster Funkausstattung als Einsatzleitfahrzeug dient.

image_7_2.jpeg2003 Mehrzweckfahrzeug MZF 11/1

Regelmäßige Übungen, Fortbildung, die Teilnahme an Leistungsprüfungen, Investitionen in notwendige Ausstattung und moderne Technik, vor allem aber der uneigennützige, freiwillige und mutige Einsatz der Feuerwehrmänner gewährleisten den Schutz der Menschen vor Brand und die Hilfe in anderen gefahrvollen Situationen. Treu dem Spruch „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“ führt die Freiwillige Feuerwehr Lengdorf die lange Tradition fort.

image_8_1.jpegaltes Gerätehaus

Dorffest, Tanz und Theaterspiel

Etwa 40 Jahre lang – von 1900 bis 1939 – existierte in Lengdorf ein recht aktiver Theaterverein. Nach einer längeren Pause kam es 1952 zur Wiedergründung des Vereins unter der Führung der Freiwilligen Feuerwehr Lengdorf. Zu Ostern und zu Weihnachten traten die Laienschauspieler mit vorwiegend bayerischen Volksstücken auf die Bühne. Ostern 1956 wagte man sich sogar an den „Brandner Kaspar“. Josef Pointner war nicht nur Vorstand und Kommandant der Lengdorfer Feuerwehr, sondern er fungierte auch als Spielleiter mit Herz und Seele. So waren die Theateraufführungen ein fester Bestandteil des Lengdorfer gesellschaftlichen Lebens, bis 1975 der letzte Auftritt unter der Regie der Feuerwehr kam.
Bereits 1948 organisierte die neu gewählte Vorstandschaft zwei Tanzveranstaltungen in den Gasthäusern von Josef Huber und Josef Metzger. Am 2. Januar 1949 fand im Gasthaus Wendelin Menzinger – so heißt es in einer Notiz – die größtbesuchte Veranstaltung in der Gemeinde Lengdorf seit Kriegsende mit ca. 500 Besuchern statt. Faschingskränzchen, Vereinsbälle und Christbaumversteigerungen waren allseits beliebt und lockten immer viele Gäste an.
Im Sommer 1978 stellten die Feuerwehrmänner im Obstgarten ihres Kommandanten Bauer Tische und Bänke auf, es gab Bier und gute Brotzeiten, die Lengdorfer strömten herbei und das Dorffest war geboren. Ein paar Jahre später zog man auf den Platz vor dem Feuerwehrhaus um. So freut sich seither Groß und Klein auf den dritten Sonntag im Juli, an dem man beim Dorffest gemütlich zusammensitzt und feiert.

image_9_1.jpegDorffest